Optimus II; Günter Haese

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Fotodokumentation

Ort

Viersen, Park der Städtischen Galerie, Rathausmarkt 1, 41747 Viersen

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Künstlerin, Künstler

Günter Haese

Technische Angaben

Werktechnik, Material Messing und Edelstahl


Maße ca. 7 x 5 x 1,50 Meter


Kurzbeschreibung

Zeitangabe

Entstehungsjahr 2006-07, Aufbau 27.8.2007, feierliche Übergabe 16.9.2007.

Inhaltliche Beschreibung

Mit seinem Engagement für die Skulpturensammlung geht Günter Haese neue Wege. Seine bisherigen Arbeiten, die er ganz allein fertigte, hatten sich in überschaubaren Größen gehalten. Nach langer Überlegung, mehreren Ortsbesichtigungen und intensiven Gesprächen ist für ihn die Möglichkeit einer Monumentalplastik im öffentlichen Raum und dazu noch in einem Ensemble völlig andersartiger, zeitgenössischer Werke zu einer künstlerischen Herausforderung geworden, der er sich mit der ihm eignen Behutsamkeit stellt. Natürlich geht es dabei nicht einfach nur um eine Vergrößerung der Maße eines Haese-Objektes, sondern vor allem darum, in die neue Situation die künstlerischen Qualitäten des bisherigen Werkes einzubringen: Die feingliederige und zarte Bauweise aus Draht, die durchbrochene Räumlichkeit, die vibrierende Beweglichkeit seiner einzelnen Glieder und ihre Reaktionsfähigkeit auf Luftbewegungen, Licht- und Glanzreflexe im Zusammenspiel mit festen und beweglichen Teilen der Konstruktion und die spielerische Beschreibung des Lufterfüllten Raumes als eine belebte Sphäre. Eine der bloßen Mechanik beraubte Kinetik, die sich in eine fast organisch zu nennende Bewegungswillkür umformt. Das gebaute Gestell als Organ - daher der immer wieder vorgebrachte Vergleich mit Antennen und Raumsonden, den Haeses Objekte evozieren. Sie weisen in die Weite des Raumes und behaupten die Möglichkeit seiner Durchquerung. Zugleich sind sie zellenartige Bauten, in denen Reihung, Regelmäßigkeit und Abgeschiedenheit eines Inneren wie durch eine transparente Haut als mögliche Beweglichkeit in sich erfahrbar wird. Zellenaufbau und Tentakel, Fühler und Antenne und zugleich gegliederter, seriell aufgebauter und regelhaft erscheinender Körper, in dem die Bewegung als eine seiner möglichen Seinsweisen wie ein sporadischer Reflex oder auch wie ein wehender Atem - als unendlich zarte Empfindung - erscheint. Mit veränderten statischen Bedingungen und anderen Gewichtsverhältnissen dieser subtilen Ästhetik zu entsprechen, ist nicht leicht. Eine Fülle gänzlich neuer Entscheidungen musste gefällt werden. Die Montage dieser Plastik im öffentlichen Raum ist noch komplizierter als die ihres Modells. Der Realitätscharakter des Kunstwerks hat sich dabei verändert. Sind jetzt alle Werke Haeses potentiell Modell für eine mögliche Ausführung in anderer Größe? Theoretisch stimmt der Künstler dem zu, aber für den Einzelfall ist damit noch nichts gesagt. Optimus II ist der Erste in einer neuen Umgebung, in einer veränderten Welt.

Quelle: Joachim Peter Kastner, Günter Haese. Optimus II in der Skulpturensammlung Viersen, Herausgeber Verein für Heimatpflege e.V., Viersen 2007, S. 60f.

Organisatorischer Rahmen, Eigentümer

Stadt Viersen, Skulpturensammlung des Vereins für Heimatpflege e.V. Viersen.

Kooperationen

Firma Huiskens, Düsseldorf (Peter Dömer)

Diskussion

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