They read/Sie lesen; Ute Hörner, Mathias Antlfinger

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Fotodokumentation

Ort

Heidenheim a. d. Brenz - 14 Standorte im gesamten Stadtgebiet:

Hellenstein Gymnasium Bahnhofplatz 8, 89518 Heidenheim; Felsen, Schnaitheimer Str. 69, 89520 Heidenheim, Capitol Kino, Hauptstr. 3 89522; Klinikum, Schlossaustraße 100, 89522 Heidenheim; Ploucquet, Ploucquetstr. 11, 89522 Heidenheim; Arbeitsamt, Ploucquetstr. 30, 89522 Heidenheim, Kunstverein Heidenheim, Grabenstr.26, 89522 Heidenheim; Rathaus, Grabenstraße15, 89522 Heidenheim; Marienkirche, Marien-straße, 89518 Heidenheim; Bahnhof, Bahnhofsplatz, 89518 Heidenheim; Kunstmuseum, Marienstraße 4, 89518 Heidenheim; Heidenheimer Zeitung, Olgastr. 15, 89518 Heidenheim, Eugen-Loderer-Zentrum, Helmut-Bornefeld-Straße 2 , 89518 Heidenheim, ZOH, Marien-strasse, 89518 Heidenheim

Die Arbeiten sind nicht mehr installiert. in Google Maps anzeigen lassen

Künstlerin, Künstler

Ute Hörner, Mathias Antlfinger

Technische Angaben

Werktechnik, Material

LCD-Displays mit Polarisationsfolie beschichtet und Brillen mit Polarisationsfolie bespannt

Maße

LCD-Displays, 24 x 36 Dots Matrix, je ca. 30 x 40cm

Kurzbeschreibung

14 LCD-Displays, die im gesamten Heidenheimer Stadtraum an verschiedenen Stellen aufgehängt wurden und auf denen verschiedene Texte standen. Diese Texte wurden jedoch nur mit einer Spezialbrille sichtbar, die mit Polarisationsfolie bespannt war. Quelle: Valerie Erben, Heidenheim

Zeitangabe

Entwickelt und ausgeführt 2004

Inhaltliche Beschreibung

Mit der Technologie der Firma Aditech arbeitet ebenfalls das Künstlerpaar Ute Hörner und Mathias Antlfinger. Dabei machen sie sich die technischen Voraussetzungen von LCD-Displays zu nutze, die darin bestehen, dass das von den Flüssigkeitskristallen erzeugte Licht durch Polarisationsfolien geleitet werden muss, um Schriftzeichen sichtbar werden zu lassen. Entfernt man eine sol-che Polarisationsfolie aus dem Display, kann die Schrift mit bloßem Auge nicht mehr wahr-genommen werden. Deshalb lassen die Künstler Brillen mit Polarisationsfolien herstellen, die es dem interessierten Kunstbetrachter dennoch ermöglichen, die Textbotschaften zu lesen. Die Kunst, die sich im öffentlichen Raum normalerweise immer dem Betrachter aufdrängt, bleibt so unsichtbar, sofern der Betrachter kein Interesse an ihr hat. Wenn er aber auf das Projekt des Künstler-paars neugierig ist, kann er es mit Hilfe der Polarisationsbrille kennen lernen. Er kann die ausgewählten Texte lesen, die sich mit der Konstruktion von Wirklichkeit befassen. Das gute Dutzend Displays findet er an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet, wie z. B. an einem Kiosk, in einem Café, einem Schaufenster oder in einem Supermarkt.

Die Idee zu dem Projekt „They read/Sie lesen“ ist inspiriert von dem Sience-Fiction-Film „They live/Sie leben“ von John Carpenter. Dieser Film entwirft ein typisches Verschwörungs-szenario des Kinos der 1970er und 80er Jahre: Die Erde wird von Außerirdischen unterwan-dert, die wie gewöhnliche Menschen aussehen. Doch nicht nur viele Menschen sind bereits Aliens, sondern der gesamte öffentliche Raum ist von geheimen Botschaften durchdrungen, welche die Menschen lenken, jedoch von diesen nicht bewusst wahrgenommen werden können. Ein Außenseiter gelangt durch Zufall in den Besitz einer Brille, mit deren Hilfe er die Außerirdischen sehen und ihre geheimen Botschaften lesen kann.

Das Projekt von Hörner/Antlfinger spielt mit dieser Umkehrung von Sichtbarkeit und Wirk-samkeit. Sie machen eine textgestützte, konzeptionelle Kunst für die Öffentlichkeit, die sich nicht aufdrängt, aber vom interessierten Betrachter gelesen werden kann. Dabei besteht der Inhalt ihrer Botschaften gerade darin, das Verhältnis zwischen Vorstellung und Wirklichkeit zu thematisieren.

Quelle : Dr. René Hirner, http://www.bildhauersymposion.heidenheim.com

Organisatorischer Rahmen, Eigentümer

Bildhauersymposion Heidenheim, „Werk 04“

Eigentümer: Eigentum der Künstler

Kooperationen

Entstand in der Zusammenarbeit mit der Aditech GmbH, Heidenheim

Diskussion

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