Raster; Gunda Förster

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Fotodokumentation

Ort

Berlin, Giebelwand eines Wohnblocks, Gülzower Straße 102, 12621 Berlin-Hellersdorf

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Künstlerin, Künstler

Gunda Förster

Technische Angaben

Werktechnik, Material

Installation, Wandgestaltung

Maße

Format der Giebelwand 15x10m, Breite der Folienstreifen je ca. 100mm

Kurzbeschreibung

Lichtreflektierende Folienstreifen, die das Originalfugenraster der Anfang der 90er Jahre nachträglich wärmegedämmten Giebelwand des Wohnblocks nachzeichnen. Tagsüber ist das Raster nur schwach zu sehen. Nachts reflektiert es auftreffendes Licht, wie z.B. Autoscheinwerfer.

Die Gestaltung markiert den Quartiersrand mit fünfgeschossigen Häusern und damit auch die Grenze der Großsiedlung Hellersdorf zum Ortsteil Mahlsdorf.

Zeitangabe

Fertigstellung 1996

Inhaltliche Beschreibung

Das Raster legt die konstruktive Gebäudestruktur der Plattenbauweise WBS 70 offen und erhebt sie zu einem sichtbaren gestalterischen Motiv. „Als ein großes graphisches Leuchtzeichen auf der Wand steht es ebenso als ein Symbol für die Reflexion der Überschneidung und Vernetzung verschiedener Verweise und Bezüge. Wenn man will, kann man es auch als Muster sehen.“ (Gunda Förster)

Gunda Förster ruft mit ihrer Lichtinstallation das typisierte Muster von Architektur und Lebensorganisation in Erinnerung. Die Giebelgestaltung erweist sich damit als eine nachdenkliche, künstlerische Reflexion über die in der Großsiedlung Hellersdorf dominanten urbanistischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge.

„Die Arbeit von Gunda Förster steht in einem Kontext integrativer künstlerischer Strategien, die sich besonders in den 1980er und 1990er Jahren entwickelten. Durch einen kleinen formalen Eingriff werden wesentliche Aussagen über architektonische und damit verbundene gesellschaftliche Prinzipien erzielt: Das Muster der Standardisierung von Architektur und gesellschaftlichem Leben“.

zit. aus: Martin Schönfeld, „16-06 Rotes-Viertel“ in: „Kunst im öffentlichen Raum - Großsiedlung Hellersdorf“, eine Dokumentation der Kommission für Kunst im öffentlichen Raum des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf, Goldberg-Olsen-Schönfeld-Sommerer. Herausgeber: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Fachbereich Stadtplanung / Fachbereich Kultur und die Kommission für Kunst im öffentlichen Raum des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf, Berlin 2005

Organisatorischer Rahmen, Eigentümer

eingeladener künstlerischer Wettbewerb 1996 ausgelobt durch die Wohnungsbausgesellschaft Hellersdorf (WoGeHe) Konzept Dr. Brigitte Hammer, Berlin zur Gestaltung der nördlichen, weithin sichtbaren Giebelwand am Haus Gülzower Straße. Auftraggeber: WoGeHe. Eigentümer heute: ArwoBau

Kooperationen

Diskussion

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