Monument; Erwin Heerich

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Fotodokumentation

Ort

Viersen, Park der Städtischen Galerie, Rathausmarkt 1, 41747 Viersen

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Künstlerin, Künstler

Erwin Heerich

Technische Angaben

Werktechnik, Material Basaltlava, vierteilig


Maße 480 x 120 x 120 cm


Kurzbeschreibung "Die Organisation in Stein", wie sich der Künstler ausdrückt, misst die Höhe von 4,80 Meter und wiegt 20 Tonnen. Die vier übereinander geschichteten Basaltlavaquader mit einer Kantenlänge von 1,20 Meter sollen, so der Künstler, in einen Dialog mit dem Park und den Bäumen treten. Fasen und Spitznuten lockern die mittleren Steine auf. "Inmitten der Bäume wirkt die Stele weitaus weniger massiv als auf einem freien Platz," betont Heerich.

Zeitangabe

Entstehungsjahr 1889, Aufstellung 4.8.1989

Inhaltliche Beschreibung

Die 4,80 m hohe Skulptur besteht aus vier exakt gesägten Steinblöcken mit einer Seitenlänge von 120 cm. Wichtig war es Heerich, dass seine Skulptur aus einem Stein gehauen wurde, der mit der hiesigen Landschaft verbunden ist, weshalb er Hohenfelser Basaltlava aus der Eifel verwendete. Diese Basaltblöcke sind so übereinandergestellt und untereinander verankert, dass sie als einzelne Teile sichtbar bleiben. Die Fugen wurden durch eingelegte Bleilager auf Abstand gehalten. Der untere und obere Block sind in ihrer exakten Würfelform unberührt, die beiden mittleren Blöcke zeigen skulpturale Eingriffe, die regelmäßig und exakt ausgeführt sind. Der zweite Block von unten zeigt regelmäßige Schnitte an den Ecken, so dass aus dem Block ein achtseitiger Körper entsteht. Der zweite Block von oben gesehen ist in der Mitte seiner vier Seiten durch eine Spitznut zu einer regelmäßigen Dreiteilung gebracht. Im Arbeitsvorgang lassen sich zwei Phasen ausmachen: zuerst die Herstellung der exakten Körper, dann die auf die beiden Mittelstücke beschränkten skulpturalen Eingriffe in die Grundkörper. Die Eingriffe wirken sich im unteren zweiten Teilstück wie eine Zusammenziehung oder Verdichtung zur Säulenform aus, wobei der natürliche ,Facettenwuchs' der Lava durchaus analogisiert wird. Beim dritten Grundkörper wirken die Einschnitte wie Teilungen oder potentielle Zerlegungen des Blocks. Die Frontalansicht einer Fläche der Stele zeigt das Maßverhältnis, in dem die einzelnen Schnitte in den Blöcken zueinander stehen. Die Gesamtbreite einer Seite von 120 cm wird durch die Schnitte in je gleiche Abschnitte von 20 cm eingeteilt. In den Flächen stehen jeweils drei Teilungen einander gegenüber. Der Wechsel der Flächen springt vor allem beim Umschreiten der ,Stele' ins Auge, wobei der Wechsel von Ausdehnung und Zusammenziehung in den beiden Mittelteilen zusätzlich den Eindruck von Bewegung erzeugt. Die an den beiden mittleren Blöcken vorgenommenen Segmentierungen erinnern an die Teilungsform einer Triglyphe beim griechischen Tempel dorischer Ordnung. Allerdings gelingt es Heerich, durch die Zerlegung der Teilungsvorgänge in zwei Ebenen und zwei Teilstücke eine Dialogform zu erzeugen, die die Plastik als ganze bestimmt und bewegt. Von einer ,Stele' kann hier im eigentlichen Sinne nicht die Rede sein. Heerichs Plastik ist eher ein ,Bauwerk' zu nennen, das aber nur in seiner äußeren Form zu betrachten, nicht zu betreten ist. Das Architektonische und das Plastische sind im Werk Heerichs intensiv miteinander verknüpft. Beides tritt hier im Viersener Park in eine freie Dialogform zur Natur. So wirkt nach Heerich die ,Stele' inmitten der Bäume "weitaus weniger massiv als auf einem freien Platz", sondern wird sich zudem, wenn es regnet, farblich verändern. "Vom jetzigen Grau wechselt die Farbe ins Dunkele hinüber."

Quelle:

Joachim Peter Kastner, Matta. Chaosmos in der Skulpturensammlung Viersen, Herausgeber: Verein für Heimatpflege e.V., Viersen 2002, S. 51f.

Westdeutsche Zeitung vom 5.8.1989.

Organisatorischer Rahmen, Eigentümer

Stadt Viersen, Skulpturensammlung des Vereins für Heimatpflege e.V. Viersen

Kooperationen

Jupp Müller, Düsseldorf; Gebr. Kaes, Mayen, Rhld.

Diskussion

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