Kinder fliegen ohne Lizenz; Erika Klagge

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Fotodokumentation

Ort

Berlin-Johannisthal, Kita auf dem ehemaligen Gelände des ersten Berliner Flugplatzes Berlin-Johannisthal, Melli-Beese-Straße, 12487 Berlin

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Künstlerin, Künstler

Erika Klagge

Technische Angaben

Werktechnik, Material

spiegelpolierter Edelstahl

Maße

5 Stück, kreisrund, Durchmesser 30 bis 70 cm

Kurzbeschreibung

In der Kindertagesstätte sind im Innen- und Aussenraum mehrere Zerrspiegel installiert, die den Nutzern dieser Räume ungewohnte visuelle Erfahrungen ermöglichen.

Zeitangabe

2007

Inhaltliche Beschreibung

Anlass der Arbeit „Fliegen ohne Lizenz“ war ein Kunstwettbewerb im Rahmen des Neubaus der Kindertagesstätte Melli-Beese-Straße in dem neu errichteten Wohngebiet „Am Flugplatz Johannisthal“; stattfinden sollte eine inhaltliche und formale Auseinandersetzung mit der Spezifik des Ortes und der Institution. Eine Bezugnahme auf den historischen Kontext des ehemaligen Flugplatzgeländes und den Namen Melli Beese, einer der ersten deutschen Pilotinnen, war von den Auslobern ebenso erwünscht wie die Akzentuierung der Architektur. Es sollte ausserdem eine Bildsprache entwickelt werden, die Kinder optisch und haptisch anspricht. Erika Klagge konnte sich mit ihrem Entwurf durchsetzen. (Schirin Kretschmann)

An diesem Ort, in Berlin-Johannisthal, gab es den ersten Flugplatz Berlins. Hier erhielt Melli-Beese als erste Frau ihre Fluglizenz. In Erinnerung an diese Pionierin des Fliegens trägt die Kita ihren Namen. Für die Gestaltung der Kita beschäftigte mich das Thema Fliegen und Schwerkraft. Ich baute gewölbte Spiegel-Objekte, in denen die Kinder ihre Welt imaginär auf den Kopf stellen und mit ihrem Spiegelbild experimentieren können. Für Kinder ist es leicht zu glauben, daß es die Schwerkraft nicht gibt. Sie stellen es sich vor und schon fliegen sie los, ohne Pilotinnen-Lizenz.5-7 Spiegel sind an verschiedenen Plätzen in der Kita verteilt. Sie bestehen aus spiegelpoliertem Edelstahl und sind nach innen oder außen gewölbt. Vier im Innenbereich an Wänden in Kinderkopfhöhe, einer im Hof. In einem sieht man sich schmal, gleichzeitig den Flur nach links und rechts entlang. Tritt man in eine bestimmte Position zwischen zwei gegenüber positionierten ungewölbten Spiegeln, vervielfältigt sich der Raum scheinbar in einem unendlichen Tunnel. In zwei Spiegeln sieht man sich und die umgebende Welt auf den Kopf gestellt, den blauen Himmel am unteren Rand. (Aus: Wettbewerbsentwurf Erika Klagge)

[...] Die Jury betonte den Bezug des Entwurfes zur Geschichte des Standortes, seinen geschickten Eingriff in die Architektur und die damit erzielte große, optische Wirkung. Den inhaltlichen Aspekt des Spiegels als Motiv der Kontrolle und Sicherheit bewertete sie kritisch.[...] (Martin Schönfeld, Kunststadt Stadtkunst Nr. 54, Hrsg. Kulturwerk des BBK-Berlins GmBH, S.15)

Organisatorischer Rahmen, Eigentümer

geladener Kunstwettbewerb im Rahmen des Neubaus der Kindertagesstätte Melli-Beese-Strasse, Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin

Kooperationen

Firma G. Roy, Berlin

Diskussion

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