Keil-Stück; Wilfried Hagebölling

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Fotodokumentation

Ort

Minden, Martinikirchhof / Kampstraße, 32423 Minden

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Künstlerin, Künstler

Wilfried Hagebölling

Technische Angaben

Werktechnik, Material

begehbare Skulptur, Cor-ten Stahl Platten, verschweißt

Maße

Länge ca. 700cm, höchste Höhe ca. 400cm, Breite ca. 210cm

Kurzbeschreibung

Die Außenform ist ein 4m hohes Keilsegment, das geneigt und schräg zur umliegenden Bebauung frei und sperrig auf dem geplasterten Platz steht. Das Keilstück ist aus vier miteinander verschweißten, ca. 40mm starken Cor-ten-Stahlplatten hergestellt, die beiden Stirnseiten sind offen. Die beiden trapezförmigen Öffnungen bieten auschnitthaft Durchblick und erlaubt den Durchgang - eine sehr schmale, hohe Öffnung einerseits, auf der anderen Seite eine niedrige, breite Öffnung. Innen ist es eine real begehbare Passage mit einer wagerechten Bodenplatte, geneigten, aufeinander zulaufenden Seitenwänden und einer abschüssigen Deckenplatte.

Signiert: WH 86/87

Zeitangabe

Entwurf 1986, Aufstellung 1987

Inhaltliche Beschreibung

Hagebölling „ ... setzte ein gut vier Meter hohes "Keil-Stück" aus Stahl auf den räumlich verschluderten Martinikirchhof und zog ihm so, in sorgsamem Einklang mit der Denkmalpflege, neue Spannungen ein. Eine starke Skulptur, die - im Dialog mit den Quergiebeln der romanisch-gotischen Martinikirche - das Areal strafft und zuspitzt. Ein exakter Umfeldbezug, der nicht dekoriert, sondern mit einer Dynamik aus Korrespondenzen und Dissonanzen auflädt. Eigentlich ein Glücksfall für den abgesackten Parkplatz auf historischem Terrain. ...“ aus „Die Taliban von NRW“, Dr. Manfred Schneckenburger in taz, die Tageszeitung 03.07.2001

Das Keilstück steht schief auf dem Platz, quer zur umgebenden Bebauung und scheint gegen die gebauten Strukturen zu rebellieren. Der Platz in Minden als Arena auf dem die Skulptur sich behauptet. Eine in Bewegung geratenes Stück Architektur, wie ein sich dynamisch in die Kurve legendes Kartenhaus, gleichzeitig labil und in asymetrischen Gleichgewicht.

Die Plastik ist im Rahmen der Projektwoche „Kultur vor Ort“, Landeskulturtage NRW 1987 für den Platz entworfen worden. Der Platz dient heute unter anderem als Marktplatz für den Wochenmarkt und als Parkplatz; Abfallbehälter und Fahrradständer wurden später hinzugefügt.

Organisatorischer Rahmen, Eigentümer

Auftrag und Aufstellung im Rahmen der Projektwoche „Kultur vor Ort“, Landeskulturtage NRW 1987; Eigentum der Stadt Minden, Ankauf 1988

Kooperationen

Diskussion

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