Kö.Korona; Heike Weber

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Fotodokumentation

Ort

Bankhaus Trinkhaus, Königsallee 19, 40212 Düsseldorf

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Künstlerin, Künstler

Heike Weber

Technische Angaben

Werktechnik, Material

Installation: Laserschnitt, Aluminium eloxiert, LED-Technik

Maße

845 cm x 360 cm

Kurzbeschreibung

Blaue Kreiselemente verschiedener Größen aus eloxiertem Aluminium sind an die seitliche Eingangswand über 2 Etagen montiert. Sie sind mit geringem Abstand vor die Wand montiert und durch weiße LEDs hinterleuchtet.

Zeitangabe

2013

Inhaltliche Beschreibung

Mein erster Eindruck auf der Baustelle war, daß der Eingangsbereich relativ klein und dunkel ist und sich der Fassade Nespresso unterzuordnen droht. Meine Idee ist, den Raum durch Licht und scheinbarer Bewegung in seiner Strenge aufzulösen und optisch zu vergrößern, da ich allgemein in meinem Werk die Entgrenzung des Raumes thematisiere.

Geplant ist ein installativer Einriff in Gestalt einer expansiven Wandzeichnung auf der gesamten rechten Seite des Eingangs von Kö 19. Sie bezieht auch den Windfang aus Travertin im Außenbereich mit ein.

Die „Zeichnung“ besteht aus organisch sich überlagernden, farbig eloxierten Aluminiumkreisen mit Abstand zur Wand, die diverse Schnittmengen bilden, nach oben aufzusteigen scheinen und ein Schattenspiel erzeugen.

Formal ist die Arbeit abstrakt, aber wie auch in anderen Arbeiten gehe ich von einem gelenkten Zufall aus und benutze Alltagsgegenstände zur Formfindung. In diesem Fall habe ich Gummiringe gescannt, die ich skaliert und exakt für diesen Ort komponiert habe. Mir ist es wichtig, daß die Arbeit organisch ist und dadurch lebendig wirkt. Wie eine Zellstruktur im Mikrokosmos oder Himmelskörper im Makrokosmos.

Die Kreiselemente werden in meinem favorisierten Entwurf grün, alternativ blau eloxiert, rückseitig mit LEDs bestückt und mit Abstand zur Wand montiert. Tagsüber wird durch das wechselnde Tageslicht das matt glänzende Eloxal sehr edel wirken und ein Schattenspiel auf der Wand erzeugen. Bei Dämmerung oder sehr dunklen Tagen, schaltet sich die LED-Beleuchtung automatisch ein. Dabei tritt die Farbe der Kreise zurück und wird von der leuchtenden Korona hinterstrahlt. Daher der Titel der Arbeit: Kö.Korona. Korona lateinisch bedeutet Krone (passend zur Königsallee), Kranz, Hof und Lichterscheinung. Die nächtliche Arbeit könnte auch an eine Sonnenkorona erinnern. Der Abstand zur Wand wird so gewählt, daß die Kringel optisch vor der Wand schweben und genau umgekehrt zur Schattenwirkung am Tage erscheinen.

Mich interessiert die wechselnde Erscheinung der Arbeit, und somit ist diese auch in Bewegung. Tagsüber ist der Schatten subtiler, aber dafür die Wahrnehmung der Farbe und das Oberflächenmaterial intensiver. Abends bekommt die Arbeit die ganz andere, entmaterialisierte Wirkung. Die Arbeit wirkt ephemer. Assoziativ könnte die Kugelspielerin, die Bronzefigur von Walter Schott von 1897 im nördlich gelegenen Blumengarten auf der Kö, den Ball ins Rollen gebracht haben, und formiert sich in dem Eingang von Kö 19 zu einer luftigen aufsteigenden Zusammenballung von Kreisen, die auch die Bündelung der Vielzahl von Geschäften und Bürohäusern der Kö symbolisieren können und dort eine Schnittmenge bilden. Die Arbeit wirkt leicht und die Kreise scheinen positiv nach oben zu schweben, was durch die Anordnung, das Material und das wechselnde Tageslicht unterstützt wird.

Die Farbe blau ist nicht poppig, aber dennoch präsent und findet auf der Kö durch die vielen Bäume, das Wasser der Düssel und Himmel ihren Widerklang.

Durch die Sichtbarkeit von Außen und durch die abendliche Beleuchtung, hat die Arbeit eine große Fernwirkung und zieht den Betrachter optisch in den Raum hinein ohne mit den Nachbarn Nespresso und Abercrombie & Fitch zu konkurrieren. Obwohl der Eingangsbereich ein Teil der symmetrisch angelegten Fassade ist, behauptet er sich autark.

Quelle: künstlerische Konzeption, Heike Weber

Organisatorischer Rahmen, Eigentümer

Kunst am Bau Projekt für das Bankhaus Trinkhaus, Königsallee, Düsseldorf

Wettbewerb durch Kunst Raum Konzepte, Dirk Monreal, Bonn

Kooperationen

Diskussion

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