In search of; Margund Smolka

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Fotodokumentation

Ort

Berlin Adlershof, ZMM - Zentrum für Mikrosysteme und Materialien, Max- Planck-Str. 3, 12489 Berlin

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Künstlerin, Künstler

Margund Smolka

Technische Angaben

Werktechnik, Material

90 Videoloops, 90 Standbilder

LED hinterleuchtete WXGA Industrie-Panels, über Ethernet vernetzte Mediaplayer / Steuerung über integrierten Industrie PC lackierte Aluminiumgehäuse

Maße

Außenmaße der die Stütze einfassenden Aluminiumgehäuse mit eingesetzten Displays: 2 Gehäuse: 43,2 x 28,2 x38 cm, 2 Gehäuse: 33,2 x 22,5 x 49 cm


Kurzbeschreibung

Eine Schnecke erkundet das Gebäude der Mikrosystemtechnik. Sie kriecht über das Gebäude, an den Außenwänden hoch und runter und erkundet die öffentlichen Innenräume ebenso wie die Forschungsbereiche. Sie tritt in unterschiedlicher Größe in Erscheinung - gigantisch groß oder auch kleiner als ihr jeweiliges „Forschungsobjekt“.

An dem Träger vor der zentralen Treppe im Foyer, der vom Erdgeschoss ins dritte Stockwerk führt, werden in allen vier Etagen Videoloops gezeigt. Die vier Displays sind inlackierte Aluminiumgehäuse eingesetzt, die um den Träger geklammert – und diesem in Form und Farbe angepasst sind.

Die insgesamt 90 als Loop laufende Filmsequenzen haben eine Länge von 1- 20 Minuten. Sie sind vier Bereichen zugeordnet : Außenfassade, öffentliche Innenbereiche, Büros, Labore/Instrumentarien. Jedes Display zeigt über einen Zeitraum von 15 Tagen einen dieser Bereiche, in dem der täglich wechselnde Loop in konsequenter Abfolge einer systematischen Schnecken-Ortsbegehung angeordnet ist.

Jeder Bereich beinhaltet 15 bis 30 Loops, die zum Teil in vorgegebener Reihenfolge gezeigt, zum Teil mit Hilfe einer Zufallsschaltung ausgewählt werden. Nach 15 Tagen hat die Schnecke ihre „Wanderung“ beendet." Die Bereiche „springen“ jetzt jeweils in das darüber liegende Stockwerk und vom dritten Stock ins Erdgeschoss. Innerhalb von 2 Monaten hat jede Etage alle Bereiche durchlaufen.

Am späteren Abend, wenn im ZMM nur noch wenig Betrieb herrscht, zeigen die Displays Standbilder aus dem räumlichen Umfeld, das die Schnecke an diesem Tag „durchwandert“ hat. Die Schnecke ist jetzt nicht mehr in Bewegung, sie hat sich in ihr Haus zurückgezogen und ruht.

Die räumliche Ausrichtung der Displays ändert sich von Etage zu Etage. In Form einer Spiralbewegung um den Träger werden die Videoinstallationen an den drei dem Innenraum zugewandten Seiten platziert

Zeitangabe

Inbetriebnahme Januar 2012

Inhaltliche Beschreibung

Der Besucher soll auf seinem Weg in und aus dem Gebäude kurz gestoppt, irritiert und zum Innehalten aufgefordert werden um für einen Moment die Schnecke zu beobachten, die in langsamer Bewegung das Gebäude erkundet. Das Schneckentempo steht im Kontrast zur Hochgeschwindigkeit der Entwicklungen im Bereich der Mikrosystemtechnik und markiert damit einen thematischen Schwerpunkt der Arbeit: Entschleunigung.

Darüberhinaus steht die Schnecke in vielfältiger Weise sowohl in Analogie als auch im Kontrast zur Mikrosystemtechnik, ebenfalls geht sie hier eine enge Beziehung zur Architektur ein. Der Betrachter soll angeregt werden, sich gedanklich auf ein komplexes Gefüge von inhaltlichen und formalen Bezügen zwischen belebter Natur und Mikrosystemtechnik einzulassen. Fragestellungen über vorhandene Beziehungen, über die zunehmenden wechselseitigen Abhängigkeiten und Ressourcen, über die Relativität von Zeit und Maßeinheiten sind hier intendiert.

Quelle: Margund Smolka, Wettbewerbstext / Ergänzungen

Organisatorischer Rahmen, Eigentümer

Geladener Wettbewerb der WISTA-MANAGEMENT GMBH 2011 anlässlich des Neubaus ZMM, Fertigstellung Januar 2012

Kooperationen

Firma Lichtbau-Christian Schneider-Moll (Realisierungskonzept/Umsetzung)

Nikolaus Wolters (Programmierung)

Beate Daniel (Filmbearbeitung)


Diskussion

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