Der Lahme und der Blinde; Uwe Meints

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Fotodokumentation

Ort

Viersen-Dülken, Moselstraße 6 (vor dem Pastorat), 41751 Viersen

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Künstlerin, Künstler

Uwe Meints

Technische Angaben

Werktechnik, Material

Brunnen-Skulptur: Bronzeguss, Marmorsockel

Maße


Kurzbeschreibung

Ein etwas unterlebensgroßes Figurenpaar auf einem marmornen Pyramidenstumpf: zwei Männer, einer den anderen huckepack tragend. Der tragende Mann ist blind, er wirkt kräftig und muskulös. Seine Augen sind geschlossen. Huckpack schleppt er einen zweiten Mann. Dessen Augen und Mund sind weit aufgerissen. Heftig gestikulierend gibt er Anweisungen.

Zeitangabe

Aufstellung 26.5.2004

Inhaltliche Beschreibung

Als Inspiration diente Meints ein Gedicht von Christian Fürchtegott Gellert (1715-1769) und die darin formulierte Idee, dass sich zwei Unvollkommene zum gegenseitigen Vorteil verbinden. Sie besinnen sich, nicht neidvoll auf den Vorteil des Anderen zu blicken und zu klagen, sondern sich gegenseitig zu unterstützen. Das Gedichts Gellerts findet sich in den Sockel eingraviert. Auf der Vorderseite stehen die Zeilen:

Der Blinde und der Lahme / Von ungefähr muss einen Blinden / Ein Lahmer auf der Straße finden, / Und jener hofft schon freudenvoll, / dass der andere ihn leiten soll. / Dir, spricht der Lahme, beizustehn? / Ich armer Mann kann selbst nicht gehn. / Doch scheints, dass du zu einer Last / Noch sehr gesunde Schultern hast. /

Auf der rechten Seite des Sockels folgt:

Entschließe dich, mich fortzutragen / So will ich dir die Stege sagen / So wird dein starker Fuß mein Bein, / Mein helles Auge deines sein. / Der Lahme hängt mit seiner Krücken / Sich auf des Blinden breiten Rücken. / Vereint wirkt also dieses Paar, / was einzeln keinem möglich war. /

Auf der Rückseite des Sockels steht:

Du hast das nicht, was andere haben, / Und andern mangeln deine Gaben, / Aus dieser Unvollkommenheit / Entspringet die Geselligkeit. / Wenn jenem nicht die Gabe fehlte, / Die, die die Natur für mich erwählte: / So würd er nur für sich allein / Und nicht für mich bekümmert sein. /

die linke Seite des Sockels schließt das Gedicht ab:

Beschwer die Götter nicht mit Klagen! / Der Vorteil, den sie dir versagen, / und jenem schenken, wird gemein. / Wir dürfen nur gesellig sein. / Christian Fürchtegott Gellert (1715 – 1769) / 2004 gestiftet vom Verkehrs- und / Verschönerungsverein Dülken e.V. / Bildhauer Uwe Meints

Organisatorischer Rahmen, Eigentümer

2004 gestiftet vom Verkehrs- und Verschönerungsverein Dülken e.V.

Kooperationen

Diskussion

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