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Citizen Art Days · Bürger machen Kunst

Kooperative Kunststrategien und Beteiligungspotenziale im öffentlichen Raum

19. – 26. Februar 2012, öffentlicher Raum und Freies Museum Berlin, Potsdamer Str. 91, 10785 Berlin.

Auftaktveranstaltung am Sonntag, den 19. Februar ab 17.00 Uhr im Freien Museum Berlin.

Vom 19. – 26. 02. 2012 findet erstmalig in Berlin das Pilotprojekt Citizen Art Days im öffentlichen Raum der Stadt und im Freien Museum Berlin statt.

Gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb besteht Citizen Art Days aus unterschiedlichen Workshops unter Beteiligung von Berliner Bürgern, die ihr Interesse an den Fragen und Belangen des öffentlichen Raumes in Taten und Engagement umsetzen möchten. Bei den Citizen Art Days haben sie die Möglichkeit, gemeinsam mit renommierten Künstlern neue Strategien zu entwickeln und in Projekten umzusetzen.

Inhaltlich setzten sich die Citizen Art Days vertiefend mit der zunehmenden Segregation der gesellschaftlichen Räume und damit der Erosion des Öffentlichen als Ort sozialer Kommunikation und Vollzug demokratischer Prozesse auseinander.

Angeleitet werden die Workshops durch Künstler und Künstlergruppen, wie Dellbrügge & de Moll, Shelley Sacks oder Platoniq. Die spanische Gruppe Platoniq wird mit dem Workshop »Das Gemeingut finanzieren« neue Impulse für die Finanzierung von eigenen Kulturprojekten mit dem Thema Crowdfunding einbringen. Die englische Künstlerin Shelley Sachs, wird an fünf Tagen das »Earth Forum« durchführen. Dieses Format initiiert einen Dialog zwischen der Natur und den Teilnehmern. Die Notwendigkeit heute anders zu denken ist hier der Kern der künstlerischen Form. Die Berliner Künstler Dellbrügge & de Moll werden in dem Workshop »voice over« den Handlungsspielraum von Zeitungsverkäufern der Berliner Straßenzeitungen durch eine veränderte Kommunikation den Raum zur gesellschaftlichen Auseinandersetzung auf der Straße erweitern.

Alle Interessierten sind eingeladen, sich für die Workshops kostenlos anzumelden und aktiv teilzunehmen!

Weitere Künstler werden mit Kurzworkshops, Vorträgen oder Stadterkundungen das Programm der Citizen Art Days bereichern. So werden Susanne Bosch und Dragan Miloševski aus Belfast kreative Methoden zur Konfliktlösung anbieten, Pia Lanzinger, Folke Köbberling und die Reinigungsgesellschaft stellen u.a. unterschiedliche Methoden partizipativen Handelns vor, Juliane Wedell arbeitet im Stadtraum zum Thema Schattenwirtschaft und Stefanie Hanna wird mit Ihrem Team des »Senior Street Art« Projektes vertreten sein. Performativ sind die Kunstaktionen »Schwarzarbeiter« vom María Linares und »Superconstellation« von Stefan Krüskemper und Kerstin Polzin. An zwei Tagen wird ID22 Stadtexkursionen anbieten. Vorträge, u.a. von Niko Paech zur Postwachstumsökonomie und Elfriede Müller zu Henri Lefèbvre vertiefen Themenfelder.

Eröffnet werden die Citizen Art Days am Sonntag, den 19. Februar ab 17 Uhr im Freien Museum Berlin u.a. mit einer »Basteperformance« des Philosophen Hanno Depner über Denkmodelle und dem »Ich-kann-nicht-singen-Chor« von Michael Betzner-Brandt.

Die Webseite www.CitizenArtDays.de und das Programmheft bieten ausführliche Informationen über Workshops, Termine, Exkursionen, Lectures, Stadtführungen, sowie Präsentationen künstlerischer Arbeiten, die im Rahmen dieses Pilotprojekts stattfinden.

Citizen Art Days ist ein Projekt der Künstlergruppe »Parallele Welten« (Stefan Krüskemper, María Linares und Kerstin Polzin) gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.


http://www.CitizenArtDays.de